Blockchain – was ist das eigentlich?

In den letzen Monaten taucht ein Begriff immer wieder in den Diskussionen rund um die digitale Transformation auf: Blockchain. Doch was ist das eigentlich – und welche Relevanz hat es für Unternehmen und Verbraucher?

Vereinfacht gesagt handelt es sich bei Blockchain um die derzeit sicherste Methode zur Abwicklung und Dokumentation von Transaktionen aller Art, wobei diese Transaktion auch durchaus der Austausch eines Dokumentes (Vertrag) sein kann. Das Grundprinzip basiert dabei auf zwei Komponenten: Verteilter Datenhaltung und Verschlüsselung.

Verteilte Datenhaltung

Grundsätzlich existieren derzeit drei Möglichkeiten der Datenhaltung: Zentral, Dezentral und verteilt. Bei einer zentralen Datenhaltung liegen alle Daten auf einem zentralen Server (z.B. dem einer Bank), was sie anfällig für Manipulationen macht. Bei dezentraler Datenhaltung sind die Daten zwar auf mehrere Server verteilt, was sie etwas sicherer macht, dennoch ist das System mit überschaubarem Aufwand verwundbar. Ganz anders dagegen sieht es jedoch bei verteilter Datenhaltung aus, wo eine exakte Kopie eines Dokumentes auf tausenden von einzelnen Computern verteilt ist.

Verschlüsselung

Da jeder Rechner jedes Dokument auf jedem anderen Rechner sehen und mit der eigenen, lokal gespeicherten Kopie vergleichen kann, sind Manipulationen so gut wie ausgeschlossen, da gleichzeitig die Mehrzahl aller Kopien verändert werden müsste. Dass dies nicht geschehen kann, liegt an der besonderen Verschlüsselung innerhalb einer Blockchain. Stellen Sie sich einen Vertrag vor, den Sie verschlüsseln. Im Ergebnis erhalten Sie einen von einem Algorithmus errechneten Hash-Wert (eine Zeichenkette), die nur auf einem Weg aus genau diesem Dokument errechnet werden kann. Kommt jetzt ein weiteres Dokument hinzu, werden der ursprüngliche Hashwert und das neue Dokument gemeinsam neu verschlüsselt – und es entsteht ein neuer Hashwert, der eineindeutig sowohl das neue Dokument als auch alle vorherigen identifiziert.

Anwendung

Doch nicht nur Dokumente, auch und insbesondere Transaktionen lassen sich mittels Blockchain sicher verwalten. Die populärste Anwendung der Blockchain ist sicherlich die digitale Währung Bitcoin, bei der jede Transaktion in Echtzeit verschlüsselt und auf allen angeschlossenen Rechnern dokumentiert wird. Doch nicht nur Banken müssen sich, da sie durch die Blockchain überflüssig zu werden drohen, mit der Thematik beschäftigen. Denn überall, wo Dokumente und Transaktionen manipulations- und diebstahlsicher verwaltet werden müssen, ist die Blockchain einsetzbar – im Internet of Things genau wie bei personenbezogenen Daten oder Sicherheitstechnologie.

Blockchain im Video

Im folgenden noch ein kurzes Video, das die Blockchain-Technologie und ihre Vorzüge recht anschaulich demonstriert: